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  Kirsten-Boie-Grundschule Wallhöfen   Bild der Schule

Schule gestern

 

Ursprünglicher Schulort für die Kinder der Ortschaft Wallhöfen war die Kirchengemeinde Hambergen. Wallhöfen war der erste Ort im Hamberger Kirchenspiel, in dem sich die Bauernschaft zur Einrichtung einer eigenen Schule entschloss.

1723

So kam es, dass zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf dem Hof des Gastwirtes Ehrichs erstmalig Unterricht abgehalten wurde. Es wurde ein Zimmer notdürftig hergerichtet, und der erste Unterricht begann 1723 unter Claus Gabel. Anschauungsmaterial und Schulausrüstung standen nicht zur Verfügung. Der Unterricht war keineswegs wissenschaftsorientiert. Der Katechismus stand im Mittelpunkt der Bildung. Der Lehrer "verhörte" die Kinder und unterwies sie in Demut vor dem Herrn.

Schon bald reichte das alte Schulgebäude nicht mehr aus. Eine neue Schulstube westlich des Dorfes, an dem heutigen Standort, wurde eingerichtet.

1800

Die bescheidenen Verhältnisse dauerten bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Dann brannte es zweimal in der Schule. Das veranlasste die Dorfgemeinschaft ein feuerfestes und ordentliches Schulhaus zu bauen.

1873

Folgende Unterrichtsfächer wurden vorgeschrieben: Zeichnen, Raumlehre, Naturkunde, Naturlehre, Turnen und Handarbeiten. Diese Fächer waren die Folge der zunehmenden Industrialisierung.

1875

Ein Schulhaus mit einem großen Klassenzimmer und einer großen Wohnung für den Lehrer entstand. Als Anfang der achtziger Jahre mehr als 100 Kinder die Schule besuchten, wurde ein zweites Klassenzimmer eingerichtet.

1884

Eine zweite Lehrerwohnung wird erstellt. In den Folgejahren hat sich die Schule kaum verändert. Erst der Bevölkerungszuwachs nach dem 2. Weltkrieg erforderte eine neue Planung.

1948

Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich die Schülerzahl rasant nach oben. Viele Flüchtlingsfamilien wohnten im Dorf und deren Kinder besuchten nun die Schule. Die Menschen waren arm - so arm, dass sie kaum genug zum Essen hatten. Eine Schulspeisung wurde eingerichtet, an der ein Drittel der Schüler teilnahm. Die Küche wurde von freiwilligen Helfern in einer Ecke des Spielplatzes gebaut.

Speiseplan 1949

1958

Ein neues Schulgebäude wurde gebaut. Danach erfolgte eine Erweiterung um eine Lehrküche, ein Lehrer- und Schulleiterzimmer und mehr Lehrerwohnungen.

1970

In den frühen 70ern entstand eine Turnhalle neben der Schule. In den Folgejahren fanden weitere entscheidende Veränderungen statt, die sich auf die Ortschaften der Großgemeinde auswirkten: In Hambergen installierte man eine Mittelpunktschule mit Orientierungsstufe und Realschulzweig. Das hatte zur Folge, dass die kleinen Schulen in Bornreihe, Giehlermoor und Vollersode geschlossen wurden und Wallhöfen Standort einer dort eingerichteten Grundschule für die Klassen 1 bis 4 wurde.

1995

Ein größerer Aus- und Umbau wurde vorgenommen.

1996

Seit dem Jahr 1996 befindet sich im Gebäude die Außenstelle der Pestalozzischule Osterholz - Scharmbeck, die von lernbehinderten Kindern aus der Samtgemeinde Hambergen besucht wird.

 

 

Quelle: Bokelmann, U., Kück, M., Stelljes, J.: Wallhöfen, Geschichte und Geschichten eines Dorfes am Teufelsmoor, Gemeinde Vollersode (Hrsg.) 1997.

 

 

 




bild1

Unsere Schule ca. 1932








bild3
Schüler der Jahrgänge 1917 bis 1929









bild2

Unsere Schule 1959